SMART-EAT auf der EICS 2026: Drei Forschungsbeiträge und eine Aus­zeich­nung in Pat­ras

Wie können digitale Anwendungen besser auf ihre Umgebung reagieren? Welche Aufgaben kann KI bei der Entwicklung virtueller Welten übernehmen? Und lassen sich Probleme in VR-Anwendungen erkennen, bevor echte Nutzer*innen sie erleben?

Mit diesen Fragen war das Forschungsprojekt SMART-EAT vom 24. bis 27. Juni 2026 auf der EICS 2026 (18th ACM SIGCHI Symposium on Engineering Interactive Computing Systems) in Patras, Griechenland, vertreten. Drei Wissenschaftler*innen der Universität Paderborn präsentierten dort ihre Forschungsbeiträge zu Virtual Reality, Cross-Reality, Künstlicher Intelligenz und Usability Engineering.

Wenn Anwendungen auf ihre Umgebung reagieren 

Sarah Claudia Krings, wissenschaftliche Mitarbeiterin im SI-Lab der Universität Paderborn, stellte mit „A Framework Supporting Context-Awareness for Transitional Cross-Reality Applications“ einen Ansatz vor, der Cross-Reality-Anwendungen dabei unterstützt, ihre jeweilige Nutzungssituation zu berücksichtigen und sich automatisch anzupassen. Das soll insbesondere beim Wechsel zwischen realer und virtueller Welt dazu beitragen, Anwendungen intuitiver zu gestalten und unnötige kognitive Belastung zu vermeiden.

„Mich hat besonders interessiert, wie andere Arbeiten die virtuelle mit der echten Welt verknüpfen. Der Austausch mit der internationalen Fachcommunity in Patras hat mir interessante neue Perspektiven für meine Forschung mitgegeben“, fasst Krings zusammen.  

Was kann KI bei der Entwicklung von VR leisten? 

Dr. Enes Yigitbas, R&D Manager Human-Centered Digitality , stellte das Full Paper „Exploring the Dynamics of Authoring Interactive VR Environments: Human Collaboration vs. AI Assistance“ vor. Im Mittelpunkt der Arbeit steht ein webbasiertes End-User-Development-Tool, mit dem kollaborativ interaktive VR-Umgebungen erstellt werden können. Untersucht wurde, wie sich menschliche Zusammenarbeit und KI-gestützte Unterstützung bei der Entwicklung von immersiven Anwendungen unterscheiden und welche Potenziale, aber auch Grenzen, KI-basierte Ansätze dabei mit sich bringen.  

„Dabei geht es nicht um die Frage, ob KI den Menschen ersetzt. Vielmehr untersucht die Forschung wie in Zukunft die Entwicklung von VR-Anwendungen durch Mensch- und KI-Kollaboration vereinfacht werden kann“, erklärt Yigitbas.   

Usability-Probleme frühzeitig erkennen 

Dennis Mühlenstädt, wissenschaftlicher Mitarbeiter im SI-Lab der Universität Paderborn, präsentierte im Doctoral Consortium sein Promotionsvorhaben „Agent-based Usability Testing of Virtual Reality Applications“. Er untersucht, ob KI-basierte Agenten genutzt werden können, um das Verhalten von Nutzer*innen in VR-Anwendungen zu simulieren, damit so mögliche Usability-Probleme bereits früh im Entwicklungsprozess erkannt werden können. 

Für seine Präsentation erhielt Mühlenstädt einen von zwei Best Doctoral Consortium Presentation Awards der EICS 2026. Mühlenstädt: ”Ich freue mich über das allgemein gezeigte Interesse an meinem Forschungsthema und besonders auch über die Auszeichnung für meine Präsentation!” 

Ob kontextbewusste Anwendungen, KI-gestützte Entwicklung oder Usability Testing: Die drei Beiträge zeigen unterschiedliche Wege, wie digitale und immersive Technologien stärker am Mensch ausgerichtet werden können. Die EICS 2026 bot dafür nicht nur eine Plattform zur Präsentation aktueller Forschung und Ergebnisse, sondern auch die Möglichkeit, Ansätze mit der internationalen Fachcommunity zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Zum Paper: 

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Dr. Enes Yigitbas

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